Schicksalsabend für die Mitglieder des CFC
Heute findet um 18:30 Uhr die von vielen lang erwartete und mehrfach verhinderte Mitgliederversammlung des Chemnitzer FC statt. Dies wird für den Verein ein Schicksalstag, an dem sich entscheidet, ob die Vereinsmitglieder eine Stimme behalten oder in Zukunft nur noch Eintrittszahler sind.
Nachdem ich bei meiner Teilnahme an der vorletzten Mitgliederversammlung bemerken musste, dass man legitime Interessen der Mitglieder (u.a. mehrfache Angebote, den Verein finanziell zu unterstützen) überhaupt nicht ernst nimmt, entstand mein (etwas holpriges) Plädoyer in der Stadtratssitzung vom 16.12.2016 (!), sich zuerst um Mitglieder und Verein zu kümmern. Leider hat das bis heute niemand beherzigt, sondern es wurden danach mehrfach unter dem Vorwand der Eilbedürftigkeit weitere öffentliche Mittel über kriminelle Wege in korrupte Strukturen ausgezahlt, ohne auch nur einmal die Ursachen anzuschauen. Das Geld dumme Leute klug macht, wurde damit wieder bewiesen und die Ergebnisse kennt man. Die Gefahr, dass sich die Profiteure nun das Tafelsilber sichern, hatte ich vor einigen Monaten in einem kontrovers diskutierten Beitrag schon einmal in den Raum gestellt: https://www.facebook.com/story.php?story_fbid=1976039472486011&id=lars.fassmann
Hoffen wir das Beste, dass heute die Weichen im Sinne des Allgemeinwohls und des Vereins gestellt werden.
Ursprünglich auf Facebook am 19.08.2019 veröffentlicht.
Zeitgeschichtliche Einordnung
Der Beitrag vom 19. August 2019 ist eine zugespitzte Intervention vor einer umkämpften Mitgliederversammlung des Chemnitzer FC. Damals ging es erkennbar um Mitgliederdemokratie, Insolvenz, Einfluss von GmbH-/Gläubigerinteressen und die Sorge, dass der Verein als e.V. entmachtet wird. Belegt ist: Die MV fand statt, knapp 700 Mitglieder nahmen teil; der Nachwuchsbereich sollte im insolvenzfreien Bereich fortgeführt werden. Zugleich zeigen die Vereinsdarstellungen selbst massive Konflikte mit Insolvenzverwaltung und GmbH-Umfeld. (chemnitzerfc.de)
Was danach geschah
Im Dezember 2019 wurde ein neuer Aufsichtsrat gewählt; der e.V. hielt laut Vereinsangaben weiter 51 % an der Fußball-GmbH, 11 % waren an Gesellschafter verkauft, 38 % blieben offen. Das spricht gegen die harte Prognose, Mitglieder seien künftig nur noch „Eintrittszahler“, belegt aber eine reale Ausgliederungs- und Kontrollfrage. (chemnitzerfc.de) 2021 wurde das Insolvenzverfahren aufgehoben; der CFC war laut Amtsgerichtsbeschluss schuldenfrei, blieb sportlich aber Regionalligist. (kicker.de)
Einordnung der damaligen Einschätzung
Die Kritik an öffentlicher Rettungspolitik hatte einen realen Anlass: 2016 stand ein städtischer Zuschuss von 1,26 Mio. Euro im Raum, gekoppelt an Controlling, Sanierungskonzept und Akteneinsicht. (welt.de) Die Begriffe „kriminelle Wege“ und „korrupte Strukturen“ sind durch die gefundenen Quellen jedoch nicht belastbar nachgewiesen. Bestätigt wirkt eher die Befürchtung struktureller Intransparenz und Machtkämpfe; relativiert ist die Annahme einer vollständigen Entmachtung der Mitglieder.
Quellenlage
Die Quellenlage ist fragmentarisch: viel Vereinskommunikation, einzelne Medienberichte, wenig unabhängige Tiefenaufarbeitung. Der Rechtsextremismus-Komplex blieb später relevant; MDR berichtete 2023 weiter über rechte Strukturen, aber auch Gegeninitiativen und Vereinsbemühungen. (presseportal.de)
Quellen:
- https://www.chemnitzerfc.de/cfc/mitgliedschaft/mitgliederversammlungen/mv-2019-august/
- https://www.chemnitzerfc.de/cfc/mitgliedschaft/mitgliederversammlungen/mv-2019-dezember/
- https://www.kicker.de/insolvenz-erfolgreich-beendet-chemnitzer-fc-schuldenfrei-799046/artikel
- https://www.welt.de/regionales/sachsen/article159856944/Stadt-vertagt-Entscheidung-ueber-Zuschuss-fuer-Chemnitzer-FC.html
- https://www.presseportal.de/pm/7880/5647677
KI-generierte zeitgeschichtliche Einordnung, generiert im Mai 2026.